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Standorte können Vieles bestimmen. Aus diesem Grund möchten die Gemeinden des Kantons Obwalden möglichst attraktiv werden. Dies auf alle möglichen Arten, denn ein Standort definiert sich durch verschiedene Aspekte: Einerseits durch die Umgebung, die eine gewisse Qualität aufweisen muss, beispielsweise durch schöne Naherholungsgebiete, Wohngebiete, die sich sehen lassen und Gebiete für Gewerbetreibende, die einen Ort zu einem attraktiven Standort aufwerten.
Anderseits muss sich die Attraktivität eines Standortes auch wirtschaftlich spüren lassen. Monetäre Ansätze befördern denn auch das Image des Kantons Obwalden: Mit einem kreativen Parlament werden in diesem Kanton die Steuern immer wieder überprüft, damit sie für jeden, der einen Beitrag in den Steuerfiskus leistet, human sind. Vor kurzem wurden deshalb die degressiven Steuern eingeführt. Ist dieses Beispiel ein einzigartier Anreiz in der Schweiz?
Obwalden hatte die Rechnung aber ohne das Bundesgericht gemacht. Die Suppe wurde durch ein Bundesgerichtsurteil prächtig versalzen. Das Urteil erklärte die Praxis der degressiven Steuern für illegal. Die Obwaldnerinnen und Obwaldner wollen nach aber nicht mehr zum progressiven System zurückkehren, in dem höhere Einkommen mit einem höheren Zinsfuss besteuert werden. Obwalden ist kein Steuerparadies und soll nicht wegen eines Bundesgerichtsurteils aufgegeben werden.
Nach einigen Wochen des Nachdenkens wurde dann auch die Lösung für dieses Dilemma präsentiert: Die Förderung des Kantons soll durch den gleichen Steuerfuss für alle Besteuerten, einer so genannten Flat-Tax aufrechterhalten werden.
Dies soll den Steuerwettbewerb unter den Kantonen fördern und die wirtschaftliche Attraktivität des Kantons Obwalden betonen. Wirtschaftsförderung wird denn im Kanton, der sich im Herzen der Schweiz befindet, auch gross geschrieben. Die konsequente Politik trägt bereits Früchte: Ein beinahe idyllisches Nebeneinander von traditioneller Landwirtschaft und Hightech-Unternehmen zeugen von den Standortvorteilen, die von den sieben Gemeinden des Kantons geboten werden.
Neben zahlreichen Vertretern des Typs Briefkastenfirma finden sich auch viele Betriebe, die sich ganz auf das Abenteuer des Geschäftens im Kanton Obwalden einlassen. Wobei hier zu betonen ist, dass Briefkastenfrimen keine Lösung sind. So haben viele Firmen nicht nur ihr Firmenschild auf dem Gebiet des Kantons aufgestellt, sondern gleich ein ganzes Gebäude gebaut, das unzähligen Mitarbeitern als täglicher Arbeitsort dient. Ein schöner Beweis des Vertrauens in den Kanton.
Auch für Firmen, die noch keinen Sitz in der Schweiz haben, ist Obwalden ein Standort, an dem sich ein Hauptsitz für die Schweiz aufbauen lässt. Das Bankgeheimnis ist für viele ein Beweggrund zugunsten der Schweiz, denn es verpflichtet die Banken auf Stillschweigen, was Transaktionen angeht. In der Mitte Europas gelegen hat die Schweiz den Vorteil von gut ausgebildeten Fachkräften und Universitätsabgängern. An der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich werden Wissenschaftler ausgebildet, die in der ganzen Welt gefragt sind.
Die hohe Qualität der Ausbildung von Schweizer Arbeitskräften wird durch ein interessantes Kulturangebot untermalt. Auch wenn die Entscheidung auf eine Offshore Lösung herauslaufen sollte, ist ein Kulturangebot von Weltklasse viel wert. Schliesslich hat ein Standort immer einen gewissen Ruf, der sich im besten Fall auf ein Unternehmen überträgt. Obwalden setzt viel darauf, die Attraktivität des Kantons auf die Attraktivität der ortsansässigen Unternehmen umzumünzen.
