Mit Enterprise-Resource-Planning (ERP)
Enterprise-Resource-Planning (ERP) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (wie z.B. Kapital, Betriebsmittel, Personal, ...) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzuplanen. Der ERP-Prozess wird in Unternehmen heute häufig durch mehr oder minder komplexe ERP-Systeme, d.h. Software unterstützt. Typische Funktionsbereiche einer ERP-Software sind:
- Materialwirtschaft (Beschaffung, Lagerhaltung, Disposition, Bewertung)
- Fertigung
- Finanz- und Rechnungswesen
- Controlling
- Personalwirtschaft
- Forschung und Entwicklung
- Verkauf und Marketing
Da unterschiedliche Wirtschaftszweige teils sehr stark abweichende Anforderungen an ein ERP-Systeme stellen, bieten die meisten großen Anbieter Branchenlösungen an, deren Teilpakete speziell auf bestimmte Branchen zugeschnitten sind.
In den vergangenen Jahren haben sich ERP-Systeme in vielen Firmen zum Backbone der Unternehmensorganisation entwickelt. Sie sind geschäftskritische Applikationen, die nahezu alle Unternehmensbereiche und -aktivitäten miteinander verbinden. Die eigenen ERP-Systeme zu beherrschen ist daher eine zentrale Aufgabe nicht nur des IT-Leiters, sondern der gesamten Geschäftsführung. Doch wie steht es um die "ERP-Systemlandschaft" vieler Unternehmen? Untersucht man die Situation ein bisschen genauer, entdeckt man ein Geflecht aus verschiedensten Applikationen. Jahrzehnte alte Speziallösungen finden sich neben diversen Standartprogrammen. So wird in der Mehrheit der Betriebe mit Excel die Produktion gesteuert und vielen Unternehmen aufwendige Offerten kalkuliert. Die wichtigsten Daten wandern über Umwege ins führende ERP System - von Hand! Auch auf der finanziellen Seite sieht es in der Regel schlecht aus. Zahlreiche Lizenzverträge, die nicht optimal angewendet werden, belasten das Budget.
Es ist wichtig, dass die ERP-Systeme konsolidiert werden. Die Konsolidierung von ERP-Systemlandschaften ist fest mit der Konsolidierung der eigenen Prozessen und einer Veränderungsarbeit mit den Mitarbeitern verbunden. Alle Beteiligten müssen lernen flexibel zu sein und sich von zumindest teilweise lieb gewonnenen Anwendungen zu trennen. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine neue ERP-Lösung stetige Begleitung der Geschäftsleitung – auch nach Einführung benötigt. Auch muss man sich bewusst sein, dass am Ende einer solchen Systemplanung wieder eine heterogene Landschaft steht, in der verschiedene Systeme verschiedene Aufgaben übernehmen. Komplettsysteme, die alle Schritte abdecken, bleiben weiterhin die Ausnahme.
Quellen:
http://www.competence-site.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise-Resource-Planning